
Meditation

Meditation bedeutet, dass du deine Aufmerksamkeit ganz bewusst nach innen richtest und im gegenwärtigen Moment ankommst – genau in diesem Augenblick.
Du nimmst deinen Atem wahr, deinen Körper, Körperempfindungen, Gedanken und Gefühle. Alles, was sich gerade in dir zeigt, darfst du bewusst wahrnehmen. Je öfter du meditierst, desto mehr wächst deine Bewusstheit für den gegenwärtigen Moment und damit auch die Verbindung zu dir selbst.
Meditation wird heute aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Neben der klassischen Achtsamkeitsmeditation gibt es moderne Ansätze, die unter anderem von Dr. Joe Dispenza geprägt wurden. Sie beschreiben Meditation nicht nur als einen Weg zu mehr Ruhe und Bewusstheit, sondern auch als die Möglichkeit, gewohnte Gedanken- und Gefühlsmuster zu verlassen und neue innere Erfahrungen bewusst entstehen zu lassen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil vieler Meditationen ist das erweiterte Gewahrsein. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit nicht nur auf den Körper oder den Atem, sondern auch auf den Raum um den Körper herum. Das Bewusstsein dehnt sich immer weiter aus. Dadurch lösen wir uns für einen Moment von der ständigen Identifikation mit unserem Körper, unseren Gedanken und unseren Emotionen. Es entsteht ein Gefühl von Weite, Offenheit und Präsenz.
Aus diesem offenen Bewusstseinszustand heraus können wir bewusst Gefühle wie Vertrauen, Dankbarkeit, Freude oder Zuversicht erleben – nicht erst irgendwann in der Zukunft, sondern bereits jetzt. Je häufiger wir diese Gefühle bewusst erleben, desto vertrauter werden sie für Körper und Geist. So können neue Denkweisen, neue Gewohnheiten und neue Erfahrungen entstehen.
Für die Meditation kannst du sitzen oder liegen. Gerade am Anfang schlafen viele Menschen im Liegen ein, weil unser Körper das Liegen häufig mit Schlaf verbindet. Deshalb meditieren viele Menschen im Sitzen. Die aufgerichtete Haltung schenkt dem Körper Wachheit und Stabilität. Der Atem kann frei fließen und nach der Yogalehre unterstützt eine aufgerichtete Wirbelsäule einen harmonischen Energiefluss entlang des Hauptenergiekanals, der Sushumna.
Die Augen werden geschlossen, damit sich die Aufmerksamkeit leichter nach innen richten kann.
Während der Meditation beobachtest du deinen Atem. Er begleitet dich durch jeden Augenblick deines Lebens und wird zu einem liebevollen Anker für deine Aufmerksamkeit.
Und natürlich entstehen immer wieder Gedanken. Das ist ganz normal. Unser Gehirn ist dafür gemacht zu denken. Immer wenn du bemerkst, dass deine Gedanken abschweifen, richte deine Aufmerksamkeit liebevoll wieder auf deinen Atem oder deinen Körper. Genau darin liegt die Übung der Meditation.
Mit jeder Meditation wird deine Wahrnehmung feiner. Du entwickelst ein immer besseres Gespür für deinen Körper, deinen Atem und deine innere Wahrnehmung. Gleichzeitig wächst die Verbindung zu dir selbst und zu den Qualitäten, die du in deinem Leben stärken möchtest.
Jede Meditation ist eine Zeit, die du dir selbst schenkst. Sie begleitet dich Schritt für Schritt auf deinem ganz persönlichen Weg.

